nachwirkungen der kofferbomben August 21, 2006
Posted by bold in freiheit ist sklaverei, überwachung.trackback
unsere politker haben nach den versuchten terroranschlägen mit kofferbomben auf züge mal wieder ganz besondere ideen etwas derartiges zu verhindern.
sie reichen von „rail marshalls“, also bewaffneten zugbegleitern. über eine anti-terror-datenbank und die nutzung des mautsystems durch die polizei zur verfolgung schwerer straftaten. bis hin zu mehr videoüberwachung an öffentlichen plätzen.
wollen wir die punkte doch mal einzeln durchgehen:
„rail marshalls“: was genau sollen die bringen?
angenommen jemand platziert eine kofferbombe im zug und verschwindet, so kann der „rail marshall“ nicht mehr tun als die polizei zu alarmieren damit diese die bombe entschärfen kann.
angenommen jemand bleibt mit der bombe im zug sitzen so wird er wohl kaum so blöd sein und diese auch nur annähernd nach bombe aussehen lassen. was daraus folgt ist ein toter mehr, nämlich der „rail marshall“.
letztendlich handelt es sich beim „rail marshall“ also nur um vorgegaukelte sicherheit auf kosten des steuerzahlers bzw. der bahnfahrer.
anti-terror-datenbank: eine datenbank also, die wird bei allen gelegenheiten gefordert. aber was soll da drin stehen? man kann doch nicht einfach per generalverdacht alle muslime eintragen, oder was weiß ich, alle mlpd-wähler. eine solche datenbank halte ich persönlich erstens nicht für sinnvoll und zweitens für gefährlich, da sie dem staat eine möglichkeit bietet genau buch über „seine“ bürger zu führen.
nutzung des mautsystems durch die polizei: ja, klar, das hätte im konkreten fall sicherlich auch etwas gebracht. die bomben sind ja anscheinend aufgrund eines konstruktionsfehlers nicht hochgegangen, aber man nehme mal an sie wären es. was genau hätte dann der polizei die daten aus dem mautsystem gebracht. außerdem wird wenn es mal soweit kommt kaum einer so blöd sein und autobahn fahren wenn er etwas derartiges vor hat. den einzigen den das trifft wird mal wieder der unbescholtene bürger sein.
(noch) mehr videoüberwachung: das scheint auch ein dauerbrenner zu sein. bei jeder kleinigkeit wird mehr videoüberwachung gefordert. scheint irgendwie ein allheilmittel zu sein. im vorliegenden fall scheinen der oder die täter von einer kamera aufgenommen worden zu sein, was zu einer festnahme geführt hat. ist ja schön und gut. aber was hat das genau mit dem erklärten ziel den terrorismus zu verhindern zu tun?
auch spiegel online verbreitet noch ein bisschen terrorangst. der plan scheint aufzugehen. die medien machen schön mit beim spiel mit der angst.

Bewaffnete Zugbegleiter?!
Nun also haben die ersten deutschen Politiker vermeintlich einen Weg gefunden, nach den Bombenfunden an deutschen Bahnhöfen die Öffentlichkeit zu beruhigen und Schutz zu suggerieren. Bewaffnete Rail-Marshalls sollen die Züge vor Terroristen und ihren B